Rodau ist ein Dorf, das auf einen historischen Hintergrund zurückblicken kann. Es wird 786 n. Chr. erstmals geschichtlich als "Mark Roadora" erwähnt, aber schon Spuren germanischer und römischer Niederlassungen zeigen, dass auch in der vorgeschichtlichen Zeit die Gemarkung bewohnt war.
Später änderte sich, nach alten Urkunden, der Name in Rodau ("in der Bachaue gerodete Au").
Im Laufe der Zeit wechselte der Ort wiederholt seinen Besitzer.
Das alte Hofhaus, das 1620 von der adligen Familie Schrautenbach erbaut wurde beweist, dass der Ort schon frühzeitig in der Geschichte eine Rolle spielte. Von der alten Anlage ist nur noch das Herrenhaus erhalten, viel verändert und unter zwei Besitzern aufgeteilt.
Ab dem 17. Jh. Bestanden in Rodau drei Mühlbetriebe, die Obermühle, auch Emichs- und Sattlermühle genannt, die untere Mühle, auch Schellhaasmühle genannt und die Kraftmühle. Es gibt einige sehenswerte Hofreiten und Fachwerkbauten, die in unserer Umgebung ihresgleichen suchen.
Im Jahre 1958/59 wurde das ganze Gemarkungsgebiet im Zuge der Flurbereinigung neu geordnet. Eine grundlegende Festsetzung des Ortsbildes wurde 1961 durch den Flächennutzungsplan festgelegt. Der Generalbebauungsplan konkretisiert die Bebauung. Folgende Bebauungspläne wurden danach aufgestellt:
B-Plan "Im Briebel" (genehmigt 1963)
Im Rahmen der Gebietsreform 1971/72 wurde die ehemals selbstständige Gemeinde Rodau bei der Stadt Groß-Bieberau eingegliedert, somit wurde auch die Grundschule nach Groß-Bieberau verlegt.
|