Dass in Rodau nicht erst seit 1957 der Brandschutz gewährleistet war, zeigen Aufzeichnungen der Pflichtfeuerwehr Rodau. So führte Georg Rückert die Wehr in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg. Nachdem die Alliierten Streitkräfte (USA) im Kreis Dieburg eine kommissarische Leitung einsetzte, musste auf Druck des Landratsamtes Georg Rückert sein Amt niederlegen. Der damalige Bürgermeister Späth wurde beauftragt, für die Suspendierung Sorge zu tragen und einen Nachfolger zu benennen, dieses Amt wurde Philipp Schmitt auferlegt.
Philipp Schmitt führte dieses Amt bis 1948 aus, danach übernahm Georg Schellhaas die Führung der Wehr als Feuerwehrkommandant, ab 1951 stand ihm als Stellvertreter Anton Ehrhardt zur Seite. Mit großem Aufwand wurde die Pflichtfeuerwehr Rodau geführt, wobei der Gemeindevorstand unter Bürgermeister Georg Vierheller der Wehr den Rücken stärkte. In dieser Zeit wurde durch den Gönner Herrn Friedrich Merz die erste Motorspritze angeschafft. Bis in das Jahr 1957 erfüllte die Pflichtfeuerwehr ihren Dienst. Da in den umliegenden Gemeinden sich schon "freiwillige Feuerwehren" konzipiert hatten, wurden in den Fünfziger Jahren auch in Rodau der Gedanke zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in das Kalkül gezogen. Unter der Initiative von Karl Schwöbel jun., Wilhelm Brötz, Philipp Späth und Georg Schellhaas wurde am 25. Juli 1957 zu einer "Aufklärung über Sinn und Zweck der Freiwilligen Feuerwehr" in die Gaststätte Rauth eingeladen. Der Einladung waren 22 Bürger aus Rodau gefolgt, die auch ihr Einverständnis zur freiwilligen Mitarbeit gaben.
Die Gründungsversammlung selbst fand am 10. Oktober 1957 in Anwesenheit von Regierungsamtmann Feisel und Bürgermeister Georg Vierheller statt. Die Versammlung fasste einen "Einstimmigen Beschluss" über die Gründung der freiwilligen Feuerwehr.
Ihr Name: "Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Rodau im Odenwald". Als Vorstandsmitglieder in der Gründungsversammlung wurden gewählt:

Ortsbrandmeister:Georg Schellhaas
Stellv. Ortsbrandmeister: Wilhelm Brötz
1. Vorsitzender: Georg Vierheller
Rechner: Karl Schellhaas
Pressewart und Schriftführer: Karl Schwöbel

Das Protokoll der Gründungsversammlung wurde von den Mitgliedern einstimmig genehmigt. Der Gründungsvorstand erarbeitete eine Satzung der "Freiwilligen Feuerwehr Rodau" und legte als Mitgliedsbeiträge 0,75 DM/Monat für passive Mitgliedschaft und 0,50 DM/Monat für aktive Mitgliedschaft fest.
Die Satzung wurde mit 2/3 Mehrheit der Mitglieder am 21. November 1957 beschlossen. Die erste Generalversammlung fand am 7. Februar 1959 statt, wobei der Vorstand seinen ersten Rechenschaftsbericht über die zurückliegende Vereinstätigkeit gab. Im Jahre 1959 wurde von Herrn Friedrich Merz eine neue Motorspritze (TS 8) gespendet, um der Wehr ihre weitere Einsatzbereitschaft zu gewähren. Im Jahre 1961 kandidierte Georg Schellhaas nicht mehr für das Amt des Ortsbrandmeisters, seine Nachfolge trat Georg Mark an, der einstimmig mit dieser Aufgabe betraut wurde. Neu in den Vorstand gewählt wurde als Rechner Fritz Röder, die anderen Vorstandsmitglieder führten ihre Ämter weiter.
Georg Schellhaas wurde für seine Verdienste um das Löschwesen in Rodau zum Ehrenkommandanten ernannt.
Auch die Neueinkleidung der Wehr wurde 1961 (April) vollzogen. Im Protokoll nachlesbar über abgelieferte Bekleidung und Ausrüstung:

11 graugrüne Jacken werden verkauft
3 blaue Schirmmützen Schrott
7 Steigergurte brauchbar
5 Beile brauchbar
2 Seile für Steiger brauchbar

Im Vorstand haben Schriftführer und Rechner ihre Ämter gewechselt. Die freiwillige Feuerwehr besteht im Jahre 1961 aus 32 aktiven und 22 passiven Mitgliedern. Zu Gruppenführern wurden 1961 bestellt: Philipp Späth, Ludwig Pfeil und Karl Schellhaas; zu Maschinisten: Peter Hartmann und Fritz Schwebel. Laut Vorstandsbeschluss wird die kleine alte Spritze dem Verein erhalten, dagegen wurde die große alte Spritze für 25,-- DM verkauft, die alte Motorspritze wurde meistbietend versteigert, als einziges Gebot waren 100,-- DM von Schrotthändler Heinlein gesetzt, der auch den Zuschlag erhielt.
Am 4. Juni 1961 nahm die Freiwillige Feuerwehr mit 25 Mann am Umzug anlässlich des Kreisfeuerwehrfestes in Wersau teil.
Der Juni 1961 war geprägt von starken Regenfällen, wobei einige Hochwasser-Einsätze durch die Freiwillige Feuerwehr durchgeführt werden mußte, dies betraf die Anwesen: Firma Mohnform, Karl Schellhaas Ludwig Lortz, Georg Blüm und Georg Rückert. Im Einsatz waren 31 Mann mit dem TSA. Nicht nur das Auspumpen von Keller* auch die Straßenreinigung und Schlammentfernung gehörte zur Aufgabe der Aktiven. Die Einsatzzeit betrug ca 4 Stunden, damit war das Problem aber noch nicht erledigt, Regierungsamtmann Feisel beauftragte die Mehr zur Reinigung des Kanals, auch hier wurden nochmals mit 8 Mann und dem TSA 5 Stunden von den Aktiven geleistet. Im Jahr 1961 wurde von dem damaligen Vorstand ein Strafkatalog festgelegt, um Disziplin und Aktivität zu erhöhen" dieser sah folgende Ordnungsstrafen vor:

a. Entschuldigung nur schriftlich bis Dienstende (nur in dringenden Fällen)
b. zu spät kommen - Gebühr 0,50 DM -
c. Ix unentschuldigt im laufenden Jahr - Gebühr 2,-- DM -
d. 2x unentschuldigt im laufenden Jahr - Gebühr 5,- DM -
e. 3x unentschuldigt in laufenden Jahr -Ausscheiden als Aktiver -
f. Beitragsrückstand 3 Monate trotz Anmahnung - Ausscheiden aus d. Freiwilligen Feuerwehr

In der Zeit vom 13.-18.11.1961 besuchte Orstbrandmeister Georg Mark als erster der Freiwilligen Feuerwehr Rodau die Landesfeuerwehrschule in Kassel und absolvierte mit Erfolg den Grundlehrgang Am 6.1.1962 wurde Georg Mark offiziell per Urkunde mit einer Laufzeit von 4 Jahren zum Ortsbrandmeister ernannt. Am 13.1.1962 feierte die Freiwillige Feuerwehr erstmals einen Feuerwehrball im Saale Rauth, wobei die Kapelle Buchner zum Tanz aufspielte. Im Mai 1962 nahm man am 10jährigen Stiftungsfest in Rodau an der Bergstraße teil, mit dem Bus traf man mit 45 Personen gegen 10.00 Uhr in Rodau ein und wurde eigens mit einer Kapelle zum Festgelände geleitet.
Erstmals wurde im Jahre 1962 ein Ausflug durchgeführt, mit 40 Personen nahm man die Reiseroute nach Bad Schwalbach - Loreley - St.Goar - Schiff bis Rüdesheim - Bus bis Niederwalddenkmal - zurück nach Rüdesheim auf. Nach einigen feuchtfröhlichen Stunden trat man die Rückreise nach Rodau an, dieser erste Ausflug Mär eine gelungene Veranstaltung, wie einige Teilnehmer noch heute mit Pointen erzahlen. Neben der Geselligkeit, wurde auch die Arbeit an der Materie nicht vernachlässigt, denn im November 1962 bestanden Wilhelm Brötz und Fritz Schwebel einen Lehrgang in Groß-Umstadt.

1963 führte Ortsbrandmeister Georg Mark eine Unfall Verhütungs-Belehrung durch und zeigte auf die wichtigsten Punkte der Unfallverhütung hin. Zu den Aktivitäten die Ortsbrandmeister Georg Mark setzte, gehörte auch die Teilnahme der Freiwilligen Feuer wehr Rodau* an einem Schulungsabend im Bürgerhaus in Niedernhausen. Thema der Veranstaltung : Maidbrand-Bekämpfung und dessen Verhütung, ausgerichtet wurde dieser Abend von dem Forstamt in Groß-Bieberau in Verbindung mit der Kreisbrandinspektion. Am 2.April 1964 verstarb der vor dem Krieg jahrzehntelang tätige Mehrführer Georg Rückert, dem die Rodauer Mehr große Anteilnahme und und Respekt zollte. Zu einer Brandbekämpfung am "Großen Garten" wurde die Freiwillige Feuerwehr am 6.September 1964 alarmiert. Die dort gelegene Abfallgrube brannte in größerem Ausmaß, um Übergriffe auf Felder usw. zu verhindern, wurde dieser Brand eingedämmt.
Bei der Jahreshauptversammlung 1965 setzte sich Ortsbrandmeister Georg Mark nachdrücklich für einen fahrbaren Untersatz ein, da den aktiven Mehrmänner nicht zuzumuten ist, den alten Feuerwehranhänger, der nicht zugelassen war, zu schieben. Die Gemeinde Rodau muß unbedingt in ihrem Haushalt Geld für ein Fahrzeug bereitstellen, war die eindringliche Aufforderung an Bürgermeister Daab. Im Verlauf der Sitzung wurde der Vorstand um Ortsbrandmeister Georg Mark in ihren Ämtern bestätigt:

Ortsbrandmeister: Georg Mark +
stellv. Ortsbrandmeister: Wilhelm Brötz +
Schriftführer: Fritz Röder
Pressewart: Georg Ahl
Kassenwart: Karl Schwöbel

Auch 1965 besuchten aktive Hehrmänner Lehrgänge: Einen Gruppenführer-Lehrgang in Groß-Umstadt absolvierten Philipp Späth und Ludwig Pfeil. Der Maschinisten-Lehrgang in Offenbach in der Zeit vom 6.2.-6.3.65 wurde von Karl Gerstenschlager und Fritz Schwebel besucht.
Das Kreisfeuerwehrfest 1965 fand in der Nachbargemeinde Lichtenberg statt, dies war Grund genug, uns hierbei stark zu beteiligen. Am Samstag nahm man am Fackelzug durch Lichtenberg teil, am Sonntagmorgen wurde eine Gemeinschaftübung abgehalten - Brandobjekt-Schloß Lichtenberg, die Rodauer wehr wurde von Obernhausen aus eingesetzt. Am Nachmittag war man bei dem Festzug auch wieder parat.
Aber der Höhepunkt 1965 stand noch bevor : "Was lange währt, wird endlich gut". Am 3.November 1965 begaben sich Ortsbrandmeister Georg Mark und Schriftführer Fritz Röder auf den Heg nach Ulm und holen das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-Ford-Tra.) ab. Die offizielle Übergabe des Fahrzeuges" durch Bürgermeister Fritz Daab und Kreisbrandinspektor Wilfried Kobler an die Rodauer Hehr erfolgte am 27. November 1965. Ein weiterer Höhepunkt des Abends* war die Verleihung des "Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold" an Ehrenbrandmeister Georg Schellhaas für 50-jährige Tätigkeit um das Feuerlöschwesen in Rodau. Nach Jahren guter Zusammenarbeit" wurde die Hehr im Jahre 1966 von einer ersten Krise" bedingt durch schlechten Dienstbesuch, geschüttelt. Ortsbrandmeister Georg Mark zeigte dieses Problem in der Jahreshauptversammlung am 2.April 1966 auf, Zitat: "Trotz klarem Dienstplan und Einhaltung der Übungszeiten, findet es die größte Anzahl der aktiven Hehrmanner nicht mehr nötig, ihren Dienst zu besuchen. Die Zahl sei so gering, daß ein Ordnungsgemäßer Dienstbetrieb nicht mehr gewährleistet ist. An was es liegt, kann er selbst nicht ermessen und ist eventuell geneigt, das Amt des Ortsbrandmeisters zur Verfügung zu stellen." Zitatende.

Ortsbrandmeister Georg Mark hat in den letzten Jahren enorm viel Ausrüstungsgegenstände sowie das Tragkraftspritzenfahrzeug durchgesetzt, wofür ihm die Freiwillige Feuerwehr mehr als Dank schuldet. Bürgermeister Fritz Daab versuchte die Mögen zu glätten, und verwies,, daß die Freiwillige Feuerwehr den Brandschutz gewährleisten muß, ansonsten mußte man zur Pflichtfeuerwehr übergehen. Dieser Punkt wurde lebhaftig diskutiert, man kam aber zu keinem Ergebnis. Am I.Juli 1966 legte Ortsbrandmeister Georg Mark sein Amt nieder" der stellvertretende Ortsbrandmeister Wilhelm Brötz führte die Hehr bis zur nächsten Jahreshauptversammlung. Durch Mithilfe von Kreisbrandinspektor Köhler" der einen deutlichen Apell an die Mehr richtete, konnte diese Krise überwunden werden. Am 20.Januar 1967 übernahm Philipp Späth das Amt des Ortsbrandmeisters. An Lehrgängen 1967 nahmen teil: Georg Lautenschläger" Georg Meierhöfer, Manfred Scherzer und Secondino Meirino. Im Frühjahr 1967 wurde mit dem Ausbau des Spritzenhauses begonnen. Der Raum wurde durch Ausbrechen einer Hand vergrößert. Die Wände wurden be-worfen" die Decken mit Heraklittplatten beschlagen, außerdem wurde der Schlauchturm neu mit Bretter verkleidet. Dies geschah in Eigeninitiative der Rodauer Hehrmänner. Zu einem Brand wurde die Freiwillige Feuerwehr 1967 alamiert, zum Löschen eines Bauwagens der Firma Schellhaas. Hierbei hat es sich gezeigt" daß ein Schlauchanhänger dringend erforderlich ist. Am 9.März 1968 fand eine Neuwahl des Vorstandes statt" der sich folgendermaßen zusammensetzte:

Ortsbrandmeister Philipp Späth
stellv. Ortsbrandmeister Ludwig Pfeil +
Schriftführer Fritz Röder
Pressewart Georg Ahl
Rechner Karl Schwöbel

Im Jahre 1969 bemängelte Ortsbrandmeister Philipp Späth auch die geringe Teilnahme an den Monatsübungen. Zum Gerätewart wurde am 17. Januar 1969 Philipp Delp bestellt. Am 22.Juni 1969 fand das Feuerwehrfest in Groß-Bieberau statt, hierzu hatte sich die Rodauer Wehr gemeldet. Leider war die Beteiligung derart gering, daß ein Beteiligen nicht möglich war, Ortsbrandmeister Philipp Späth zog daraus die Konsequenz und legte sein Amt nieder, die Nachfolge im Amt führte nun sein Stellvertreter Ludwig Pfeil.
Beim Kreisfeuerwehrfest in Semd hatten sich die Wogen wieder geglättet und man nahm mit einer guten Beteiligung teil. Zu einer Gemeinschaftsübung rückte man am 14.September 1969 nach Niedernhausen zum Aussiedlerhof Klinger aus. Der Einsatz von Rodauer Seite klappte gut. Das Allgemeinbild unserer Wehr beeindruckte. Bürgermeister Fritz Daab konnte der Wehr nun mitteilen, daß die Gemeinde einen Schlauchanhänger mit Haspel zur Lieferung im Februar 1970 bestellt hat. Am 14.Februar 1970 fand im Gasthaus Gerhardt die Jahreshauptversammlung mit "Neuwahlen" statt, die vorgeschlagenen Wehrmänner für den Ortsbrandmeister lehnten generell ab, sodaß es an diesem Abend zu keinem Wahlergebnis kam. Ludwig Pfeil mußte somit die Wehr weiterfuhren, bis zu einer neu anzuberaumten Sitzung Da nicht zu einer außerordentlichen Sitzung eingeladen wurde, berief Bürgermeister Daab, kommissarisch Ludwig Pfeil zum Ortsbrandmeister und Karl Brück zu seinem Stellvertreter bis zur Neuwahl, In diesem Krisenjahr wurde die Hilfsfeuerwehr verpflichtet, doch Ende des Jahres konnte der Dienstbetrieb der Freiwilligen Feuerwehr wieder aufgenommen werden.
Beim Ortspokalschießen des Schützenverein Tell am 20.November 1970 konnte die Freiwillige Feuerwehr den l. Platz und somit den Handerpokal der Gemeinde Rodau erreichen, die erfolgreichen Schützen der FFW Karl Brück, Karl Gerstenschläger, Heinz Schellhaas.
Am 15,Januar 1971 übernahm Heinz Schellhaas als Ortsbrandmeister und Vorsitzender die Rodauer Wehr, ihm standen im Vorstand zur Seite:

Ortsbrandmeister und 1. Vorsitzender Heinz Schellhaas
stellv« Ortsbrandmeister Heinrich Hess
Schriftführer Helmut Ehrhardt
Rechner Karl Gerstenschläger
Gerätewart Karl-Heinz Delp
Beisitzer Philipp Späth und Wilhelm Brötz

Heinz Schellhaas hatte stets neue Ideen,die er auch in die Wirklichkeit umsetzen konnte. Durch Grillfeste, Feuerwehrtage und Großübungen wurde die Ver einskasse von ihm in einen guten Zustand versetzt. Am 27.März 1971 fand im Saale Rauth ein Frühlingsball mit der Kapelle MS-Ensemble statt, was einen guten Anklang unter der Rodauer Bevölkerung fand.

Auch die Aktivitäten der Wehr setzte Heinz Schellhaas um, was zu Beispiel die Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen bei der Fa. Wohnform betraf. Im Juni 1971 wurde Rodau wieder von Hochwasser uberrascht, so mußte bei Georg Delp der Keller ausgepumpt und die total verschlammte Eckstraße gereinigt werden. An dem Kreisfeuerwehrfest in Nieder Roden nahm man mit einer größeren Abordnung teil.
Auf der Rückfahrt verunglückte unser stellvertretende Ortsbrandmeister Heinrich Hess, was wieder zu Komplikationen im Vorstand führte.
Heinrich Hess trat daraufhin von seinem Amt zurück. Am 25.Oktober 1971 referierte Kreisbrandinspektor Köbler über die Frage der Gemeindezusammenschlüsse und die Auswirkung auf die Freiwilligen Feuerwehren im Gasthaus Rauth. Dies betraf ja speziell auch Rodau, da der Vertrag mit Groß-Bieberau auf den 1.Januar 1972 des Zusammenschlusses datiert ist. In diesem Jahr kam die Gemeinde Rodau und die Feuerwehr zur Stadt Groß-Bieberau und seit dieser Zeit findet alljährlich der Grenzgang der Feuerwehr Rodau am 27.Dez. entlang der alten Gemarkungsgrenze statt, was auf Anregung von Heinz Schellhaas beruhte. Kurt Bernius wurde am 18.Februar 72 zum neuen stellvertretenden Wehrführer gewählt, ebenso versieht Fritz Schwebel das Amt des Gerätewartes, da Karlheinz Delp zur Zeit bei der Bundeswehr seinen aktiven Wehrdienst absolvierte. Bernd Röder besuchte in der Zeit vom 28.September-13.Oktober 1972 einen Grundlehrgang in Niedernhausen. Nach der Zusammenlegung der Feuerwehren von Groß-Bieberau und Rodau im Jahre 1972 trat ein gespanntes Verhältnis zwischen der Rodauer Wehr, der Stadt Groß-Bieberau und somit auch zu dem Stadtbrandinspektor Pflüger ein, das nur zum Teil auf gesetzlichen Vorschriften und deren Auswirkungen beruhte. Diese seither gespannten Jahre beeinflußten die Dienstauffassung der Rodauer Feuerwehrmänner in sehr negativem Maße und diese Auswirkungen hatten bis zum Beginn der 80 Jahre nicht lösbare Probleme aufgeworfen. Aus diesem Anlaß appelierte Fritz Röder bei dem 25-jähngen Jubiläum 1982 an alle aktiven und passiven Mitglieder, daß vielleicht dieses Jubiläum dazu beitrage, diese Probleme und Auseinandersetzungen nun endlich einmal richtig angegangen und beigelegt werden können. Denn solche Querelen können in einer so kleinen Gemeinde wie Rodau sehr negative Einflüsse auf das Zusammenleben haben.
Am 27.Februar 1973 fanden Neuwahlen statt, durch den Umzug von Heinz Schellhaas nach Reinheim trennte man die Amter 1.Vorsitzender und WehrfUhrer. Als 1.Vorsitzender wurde Heinz Schellhaas in seinem Amt bestätigt, als Wehrführer wurde Karl Brück gewählt, der aber im weiteren Ver

1957 - 1971

1. Ortsbrandmeister

1957-1961  Georg Schellhaas
1961-1966  Georg Mark
1967-1969  Philipp Späth
1970-1971  Ludwig Pfeil

stellvertretender Ortsbrandmeister

1957-1967  Wilhelm Brötz
1968-1969  Ludwig Pfeil
1969-1971  Karl Brück

1971 - heute

Wehrführer

1971-1973  Heinz Schellhaas
1973-1975  Kurt Bernius
1975-1976  Bernd Röder
1976-1983  Wilhelm Brötz
1983-1988  Hans-Peter Hartmann
1988-2000  Manfred Hofmann
2000-2004  Jörg Pilling

stellvertretender Wehrführer

1971-1972  Heinrich Hess
1972-1973  Kurt Bernius
1973-1975  Bernd Röder
1975-1976  Karl Brück
1976-1983  Georg Vierheller
1983-1988  Manfred Hofmann
1988-2000  Hans-Peter Hartmann
2000-2004  Oliver Gerstenschläger